Sonntag, 7. Februar 2010

Behinderte überall

Immer wieder bekommt Zhang Besuch aus der Heimat.
Wie viele Menschen, die ins Ausland reisen, können auch die meisten seiner Besucher, keinen rechten Geschmack an der fremden, deutschen Küche finden und behaupten, dass ihnen die Speisen nicht gut bekämen.
Doch zum Glück ist Zhang Chinese, was seine Ehre und das Leben seiner Gäste rettet. Denn egal, wohin er sie in Deutschland oder Europa führt, überall gibt es chinesische Restaurants und Schnellimbisse. Es kommt ihm manchmal wie ein dichtes Netz von Apotheken vor, das seine Gäste mit lebenswichtigen Präparaten versorgt.
Apropos Apotheken, was Zhangs Gästen immer wieder auffällt, sind die vielen behinderten Menschen, die sie in Deutschland auf der Straße sehen. Dort ein Blinder, der an der Ampel steht, dort ein Rollstuhlfahrer, der in den Bus einsteigt, hier eine alte Dame mit Laufhilfe und drüben eine Gruppe behinderter Kinder auf einem Ausflug.
"In Deutschland gibt es aber viele Behinderte!", murmeln sie ihm dann erstaunt zu.
Am Anfang war Zhang selbst überrascht über diese Entdeckung, denn in der Tat sieht man nirgendwo in China auch nur annähernd so viele Behinderte wie an einem ganz gewöhnlichen Tag auf einer deutschen Straße. "Aber klar", dachte er sich als er eine Weile über den Gedanken gegrübelt hatte, "in China ist kaum ein Behinderter so lebensmüde, sich auf die Straße zu wagen." Die Infrastruktur erlaubt es Menschen mit Einschränkungen einfach überhaupt nicht, das Haus zu verlassen.

Dienstag, 26. Januar 2010

Hallo, Herr Passant

Als Luiza neu in Deutschland war, grüßte sie überall die Menschen.
Selbst wenn sie in die Straßenbahn einstieg, strahlte ihr Gesicht, und sie begrüßte die Passagiere. Diese schauten sie jedoch meist nur schräg aus den Augenwinkeln an und lediglich der ein oder andere mittelalte Mann entgegnete ihr mit einem "Hallo!".
Es fiel ihr gar nicht auf, dass sie die einzige war, die so fleißig grüßte, bis ihr einmal eine Freundin zuflüsterte: "Luiza, das macht man hier nicht!".
Natürlich wollte sie nicht auffallen und so gewöhnte sie sich von heute auf morgen um.
Als sie Jahre später mit ihrer Schwester durch ihre Stadt in Brasilien lief, grüßte ihre Schwester jeden Passanten auf der Straße. So sehr hatte sie sich an Deutschland gewöhnt, dass sie ihre Schwester fragte "Kennst du die Leute alle, oder warum sagst du jedem guten Tag?". Erstaunt schaute ihre Schwester sie an "Luiza, das macht man hier so!".
So gingen sie weiter und sie grüßte von nun an im Chor mit ihrer Schwester jeden Passanten. Luiza war allerdings so verwirrt, dass sie stocksteif neben ihrer Schwester lief, lediglich ein Hallo murmeln konnte und nicht in der Lage war, ihr Gesicht zu einem Lächeln zu bewegen.

Samstag, 23. Januar 2010

Schild-Bürger: 2 Frauen

Warum soll man hier 2 Frauen abstellen?
Oder ist es eher das hier: Link?
(Es könnte aber auch ein MuKi-Parkplatz sein. Auf jeden Fall wird es über die Garagenverordnung geregelt)

Samstag, 16. Januar 2010

Ekel

Maria fand es eklig.
Als sie das erste Mal in einer Bäckerei stand, traute sie ihren Augen nicht als sie sah, wie der Verkäufer erst das Brot mit bloßen Händen anfasste und dann mit der gleichen Hand das Geld in Empfang nahm.
In Portgual wäre dies unmöglich gewesen. Der Verkäufer hätte das Brot niemals mit den Händen berührt, sondern eine Zange oder einen Handschuh benutzt.
Und das Geld? Für die Portugiesen gibt es kaum etwas Schmutzigeres. Kranke berühren es, Bettler stecken es in ihre Schuhe - es geht von ungewaschener Hand zu ungewaschner Hand.
Niemals würde man Geld auf einen Tisch legen. Weder im Restaurant, noch in der Küche, noch im Wohnzimmer. Genauso gut könnte man dort Hundekot platzieren.
In den folgenden Wochen in Deutschland begegnenten Maria noch viele weitere Beispiele, die ihr kalte Schauer den Rücken hinunter jagten.
Wie zum Beispiel der Eisverkäufer, der das Hörnchen direkt anfasste, anstelle den Fuß des Hörnchens in eine kleine Papiertüte zu stecken. Oder die Kunden im Supermarkt, die das Obst im Regal nicht nur mit bloßen Händen berührten, sondern es nahmen, drückten und wieder zurücklegten.
Entgegen all ihrer Erwartungen kam ihr Deutschland dreckig und unhygienisch vor, und sie brauchte eine Weile, um den größten Ekel zu überwinden.
Dafür identifizierte sie eines Tages voller Freude einen Landsmann, ohne mit ihm viele Worte gewechselt zu haben: Sie kaufte eine Waffel, die am Verkaufsstand frisch gebacken wurde. Der Verkäufer schüttete den Teig in die Form, nahm die Waffel mit einer Zange heraus, legte sie auf ein Papptellerchen und zog sich schließlich einen Handschuh an, um das Geld entgegenzunehmen.
Vom Gesehenen völlig überrascht fragte sie ihn ohne Umschweife, ob er aus Portugal sei. Er bejahte und Maria genoß die blitzsaubere Waffel wie selten eine Waffel zuvor.

Montag, 11. Januar 2010

Anders Unfreundlich

Veronkia weiß bis heute nicht, ob sie sich an die Sitten in deutschen Cafés gewöhnt hat.
Von Wien war sie es gewohnt, dass es normal war, auch einmal allein in ein Café zu gehen, einen Kaffee zu bestellen und dann endlos lange in der riesigen Auswahl an Zeitungen und Magazinen zu lesen.
In Deutschland muss sie Glück haben, wenn es überhaupt den Stern und die Lokalzeitung gibt. Und dann kommen alle Nase lang die Kellner und fragen, ob sie noch etwas haben möchte, bis sie schließlich genervt zahlt und geht.
Überhaupt war sie anfangs überrascht, feststellen zu müssen, dass Kellner in Deutschland meist Studenten sind, war sie doch von Wien Menschen gewohnt, die eine spezielle Ausbildung durchlaufen hatten und ihre Arbeit mit höchster Professionalität exerzierten.
Nicht dass sie freundlicher wären als in Deutschland, aber sie sind anders unfreundlich. Professionell unfreundlich. Sie sind schroff, lächeln nicht, halten sich jedoch an die Form, kommen umgehend zum Tisch des Gastes, sagen alle notwendigen Floskeln und bringen das Georderte tadellos vorbei.
Zu einem Kaffee wird in Wien stets ein Glas Wasser gereicht. Etwas, das ihr in Deutschland nie passiert. Fragt sie hingegen freundlich nach einem Glas Leitungswasser, so wird sie oft angeschaut, als wäre sie nicht ganz richtig im Kopf und missgelaunt wird das Wasser nachgereicht.
Die Cafés, mit denen Veronika aufwuchs, waren speckig, verraucht, modrig und abgestanden. Mobiliar und Kellner eingeschlossen. Wobei letztere so aussahen als würden sie schon 300 Jahre in dem Café arbeiten.
Dennoch hat alles Stil und ja, Kultur. So wird zum Essen, das es in jedem Café in guter Qualität und Auswahl gibt, stets ein Deckchen auf den Tisch ausgebreitet. Danach wird das Essen in perfekter Form gebracht und der Gast in Ruhe gelassen.

Donnerstag, 31. Dezember 2009

Nichts passiert

Decebal hatte auf die falsche Ampel geschaut, fuhr an und bremste zu spät. Es gab einen sanften Schlag als er vor sich auf den 12 Jahre alten Kleinwagen von Renault auffuhr.

Man stieg aus und betrachtete gemeinsam die Stoßstangen der beiden Wagen. Nichts zu sehen, keine Beule, kein Kratzer, nichts.
Decebal wollte schon weiterfahren, als die Fahrerin des anderen Wagens ihn zurückhielt und sagte, so ginge das doch nicht. Auch wenn nichts zu sehen sei, so könne doch das Chassis verzogen oder ein anderer nicht sichtbarer Schaden entstanden sein.
Es nützte nichts, dass er ihr erklärte, Stoßstangen seien genau für den Zweck gebaut, dass eben dies nicht passiere. Sie ließ nicht ab, bestand darauf, dass er ein Papier mit Schuldeingestädnis unterschriebe und sie den Schaden begutachten lasse. Decebal wies sie darauf hin, daß sie bei einem negativen Befund den Gutachter selber bezahlen müsse.
So ginge es aber nicht, ließ die Renault-Fahrerin Decebal erneut wissen und bestand nun darauf, die Polizei zu rufen. Diese kam nach zirka einer Stunde, und zwei Beamte begannen, die beiden Wagen kurz zu untersuchen - mit dem "überraschenden" Ergebnis, dass nichts passiert sei.
Um den Formalitäten genüge zu tun, dokumentierten sie noch ausführlich den Unfallverlauf und nahmen die Personalien aller Anwensenden auf.
Zurück im Auto dachte Decebal "Warum kann ich nicht in einem der 98% Länder wohnen, wo man sich nach solch einem Unfall mit 'Idiot' anschreit, dann weiterfährt, und die ganze Sache noch am selben Tag vergisst?"

Sonntag, 20. Dezember 2009

Schild-Bürger: Tanzverbot II


Wichtig, nicht vergessen: Weihnachten darf nicht getanzt werden. Wer dennoch dabei ertappt wird, wie er neben dem Tannenbaum die Beine schwingt, muss mit empfindlichen Strafen rechnen (bis zu 7 Jahre Tanzverbot).

Ebenso erwähnenswert: In der Nacht zum 1. Januar müssen Restaurants nicht um 1:00 schließen. Wunderbar, lange aufbleiben an Silvester - ein Menschheitstraum geht in Erfüllung. Die Regelungen gilt übrigens nicht für Sündenpfuhle wie Hamburg oder Köln.

Sonntag, 13. Dezember 2009

Freundliche Verkäufer

Nicoletta wundert sich bis heute, wenn Amerikaner ihr ezählen, wie unglaublich unfreundlich Verkäufer in deutschen Geschäften seien.
Als sie Anfang der 90er Jahre aus Rumänien nach Deutschland kam, erschien es ihr genau umgekehrt. Die Verkäufer machten auf sie einen extrem freundlichen Eindruck.
Es kam ihr so fremdartig vor, dass sie daran zweifelte, dass das Verhalten echt sei, und sie Anfangs glaubte, die Verkäufer würden für sie Theater spielen.
Aus Rumänien war sie es nicht gewohnt, angeschaut, geschweige denn freundlich begrüßt zu werden. Dort lief eine Beratung im Fachgeschäft wie folgt ab:
"Was wollen sie?"
"Haben sie A?"
"Nein."
"Haben sie B?"
"Haben wir nicht."
"Haben sie C?"
"Nein!"
"Haben sie D?"
Rumms - und D wurde auf die Theke geknallt.

Mittwoch, 2. Dezember 2009

Im Land der Barbaren

Als Veronika von Wien nach Berlin zog, schockierte sie ihr neues Zuhause mit zwei Dingen: Direktheit und Monstrosität.
Die Architektur Berlins erschlug sie mit ihrer klotzigen Disharmonie. Alles war groß, die Häuser wie wahhlos zusammengewürfelte Blöcke, nichts schien zueinander zu passen.
Vergeblich suchte sie Gassen oder gar Gässchen. Auch die kleinsten Straßen kamen ihr vor wie der Wiener Gürtel, wie mächtige Alleen.
Fern in der Heimat war sie es gewohnt, dass die Dinge herausgeputzt sein mussten - dass wenigstens die Fassade etwas hergeben musste, selbst wenn darunter alles morbid und zerfallen sein mochte.
Das einzige, was zu all dieser Disharmonie zu harmonieren schien, war die Direktheit der Leute. In Österreich redete man um den heißen Brei herum, sagte nicht, was man sagen wollte, legte viel Wert auf die Feinheiten der Sprache.
In Berlin hingegen kamen die Leute ohne Umweg zum Punkt. In der ersten Zeit war ihr, als würden ihr die Antworten der Berliner wie Peitschenhiebe ins Gesicht schlagen.
Es gab kaum ein Danke, kaum ein Gerne und keine Floskeln. Sie hatte das Gefühl, inmitten eines unerzogenenen Volkes, bei Barbaren gelandet zu sein, und wenn sie sich umschaute und den Menschen lauschte, so war ihr als schlügen sie mit Äxten aufeinander ein. Passte jemanden etwas nicht, so wurde nicht lange gefackelt, sondern ohne Umschweife verbal drauf gehauen.
Es dauerte eine Weile, bis sie erkannte, dass manch Schroffheit nicht als solche gemeint war, und auch der Berliner ab und an zu Liebenswürdigkeiten neigte.

Freitag, 27. November 2009

Die Rückkehr der Weihnachts-Unterhosen

Alle Jahre wieder...
Schon hängen sie da und leuchten prächtig: Die allseits beliebten Weihnachtsunterhosen in Heidelberg (s.a. Link).

Sonntag, 22. November 2009

Misstrauisch

Als Francisca vor vielen Jahren von Chile nach Deutschland kam, musste sie sich vom Frankfurter Flughafen nach Marburg durchkämpfen.
Es gab damals kein Internet, und somit hatte sie keine Karten, Fahrpläne oder sonstige Ausdrucke, die ihr das Leben erleichtert hätten.
So stand sie da, mit ihren beiden Koffern, in denen all ihre Habseligkeiten verstaut waren.
Völlig angespannt, jederzeit damit rechnend, dass ihr jemand die Koffer stahl oder sie überfiel, schaffte sie es irgendwie, am Ende in Marburg anzukommen.
Selbst dem freundlichen Taxifahrer, der sie in seinem neuen Auto die letzte Strecke fuhr, misstraute sie, war darauf vorbereitet, dass er gleich falsch abbog oder zu viel Geld von ihr verlangen würde.
Nichts von all dem geschah, und sie war fast erstaunt, dass sie am Ende des Tages ihr Ziel erreicht hatte, ohne dass sie überfallen oder ihr für Dienstleistungen Unsummen abgeknöpft worden waren.
Heute, nach all den Jahren ergeht es ihr ganz anders: Kaum kehrt sie aus der Ferne nach Deutschland zurück, entspannt sie sich und fühlt sich sicher wie nirgends sonst.

Montag, 16. November 2009

Schild-Bürger: Tanzverbot

Ganz wichtig:
Am 15. und 22. November auf keinen Fall tanzen! Das ist verboten!!!
Alles andere ist erlaubt (z.B. Karate, Fallschirmspringen, Rodeo, auf der Straße pfeifen).
Ach so, der 15.11. ist schon vorbei. Ich hoffe, Sie haben sich an diesem Tag nicht illegal verhalten und an einer geheimen Tanzunterhaltung teilgenommen. Schneller als man denkt, landet man in Deutschland im Gefängnis.
Und um der Frage voraus zu kommen: Der Artikel stammt tatsächlich aus dem Jahr 2009.

Samstag, 14. November 2009

Schweinefraß

Das Essen in Deutschland war merkwürdig. Irgendwie fad, und dann roch es auch noch seltsam.
Dass ihr das Essen in Deutschland nicht schmecken würde, war das Letzte, mit dem Nicoletta gerechnet hatte.Die erste Woche in Deutschland verbrachte sie in einem Aussiedlerlager. Einkaufen konnte sie nicht, da sie nur Lebensmittelmarken besaß und mit denen konnte sie nur im Laden nebenan einkaufen. Dort gab es nur Pumpernickel, Vollkorn- und Schwarzbrot und andere eklige Sachen.
Jahre später verstand sie, dass die Leute dort wahrscheinlich nur das Beste wollten als sie ihr gutes, gesundes Vollkornbrot und Schwarzbrot anboten. Nicoletta hingegen konnte die Bissen nur mit Mühe herunterwürgen. Sie war feines Weißbrot gewohnt und von schwarzem Brot wusste sie nur, dass man damit in Rumänien die Schweine fütterte.
Sie machte sich ernsthaft Sorgen wie sie in ihrer neuen Heimat überleben sollte.
Die Sorgen wurden noch größer, als sie danach übergangsweise in einem Gasthof untergebracht wurde. Die Teller, die aus der Küche kamen, gingen oft unangerührt, meist nur halb angenagt zurück.
Das ging soweit, dass eines Tages der Koch an seinen Künsten zweifelnd aus der Küche kam und die Neuankömmlinge fragte, was in aller Welt er denn tun könne, damit sie seine Speisen essen. Zusammen sprach man über Gewürze, Brot, simple Zutaten, und letztlich stellte er fest, dass seine Gäste gar nicht so anspruchsvoll waren wie gedacht und mit Toast Hawaii und Spiegeleiern zufrieden zu stellen waren.

Mittwoch, 4. November 2009

Samba & Sauerkraut

Viele Dinge haben sich für Luiza geändert, seit sie vor 10 Jahren aus Brasilien nach Deutschland kam.
Doch als Konstante über all die Zeit sind die Fragen geblieben, die die Deutschen an sie richten.
Es müssen hunderte Male gewesen sein, dass sie gefragt wurde "Warum bist du denn nach Deutschland gekommnen? In Brasilien ist es doch schön und warm!?"
"Kannst du Samba tanzen?" lautet die zweit häufigste Fragen, und Luiza schaut in erwartungsvolle Augen, für die gar kein Zweifel darüber zu bestehen scheint, dass sie gleich loshüpft und die grauen Straßen Deutschlands im Alleingang in einen rauschenden Sambódromo verwandelt. Um so enttäuscher sind die Fragenden, wenn Luiza ihnen lediglich mit einem "Na ja, geht so" antwortet.
Als Quittung erhält sie im Anschluss oft den Kommentar, dass sie sowieso überhaupt nicht wie eine Brasilianerin aussähe, sondern eher wie eine Osteuropäerin. Und wenn das alles noch mit der Frage "Was machst du eigentlich hier in Deutschland?" gekrönt wird, entgegnet Luiza in aller Regel "Ach, ich bin gekommen, um Sauerkraut und Kartoffeln zu essen".

Samstag, 24. Oktober 2009

Guter Stuhl

Patrícia lernte viel bei ihren Arztbesuchen. Vor allem, dass es im Deutschen seltsame Wörter für Krankheiten, Körperteile und alles andere, was mit Medizin zu tun hatte, gab.
So saß sie eines Tages in einer Praxis einem Endokrinologen gegenüber. Als dieser ihren Namen las, fragte er sie, wo sie denn herkomme, was sie in Deutschland mache, wie es ihr hier gefalle.
Sie sprachen locker über dies und das, als er plötzlich eine Pause machte, sie etwas ernster anblickte und fragte "Wie ist ihr Stuhl?".
Patrícia, dachte kurz nach und antwortete ganz freundlich "Danke, sehr bequem."
Das war die Wahrheit. In jedem Sinne.